07.06
Gartengestaltung ist ein unterschätztes Thema für junge Gartenbesitzer. Die Fehler, die man anfangs bei einer unüberlegten Gartengestaltung gemacht hat, ärgern einen später über Jahrzehnte hin immer wieder. Bäume und Sträucher können durchaus völig falsch platziert sein und an Stellen gepflanzt werden, wo ihre Größe später enorm störend und beengend wirkt. Bauliche Elemente wie die Terrassenüberdachung sind falsch platziert. Nicht alles was grün ist und wächst und gedeiht erfreut auch den Gartenbesitzer. So manch anfangs kleines Bäumchen entwickelt sich zum Mostrum innerhalb von 10 Jahren. Verpasst man in dieser Zeit das regelmäßige Zurückschneiden wächst einem der Baum wortwörtlich über den Kopf, irgendwann bleibt nur das teure Entfernen durch einen Baumdienst.
In einem idealen Garten sollte alles so wachsen und gedeihen, dass der Besitzer darin Freiraum, Sichtschutz und Freude an Blumen und Nutzpflanzen hat. Die Realität sieht meist anders aus: Der Garten macht, was er will und der Gärnter ordnet sich ihm unter. Warum? Weil einzelne Pflanzen zu stark und robust sind und sich immer mehr ausbreiten oder vermehren und andere Schönere zu schwach sind, sich dagegen durchzusetzen. Es ist wie im menschlichem Zusammenleben: die Schwächeren müssen mehr unterstützt werden, damit sie von den von Natur aus stärkeren nicht erdrückt und beengt werden. In einem alten Garten kann man dies ganz einfach beobachten. Starke urwüchsige Pflanzen wie der Efeu verbreiten sich überall und nehmen den ganzen Boden und die Stämme der Bäume ein, während zarte Blumen und Sträucher mit der Zeit verschwinden. Der Gärtner muss hier von vorneherein Einhalt gebieten.
Starke Pflanzen müssen immer wieder zurückgeschnitten werden. Der Garten muss so angelegt werden, dass die einzelnen Wunschpflanzen genügend Platz zu den anderen haben und dass sie optisch harmonieren. Wer Meister in der Gartengestaltung ist, kann es schaffen farbliche Kunstwerke mit seinen Blumen zu gestalten. Zur optimalen Gartengestaltung gehört viel Hintergrundwissen über die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen, über die benötigte Bodenbeschaffenheit, den besten Standort, was Licht und Feuchitgkeit angeht und die Frage, ob eine Pflanze am Hang gedeihen kann oder ein Beet benötigt.
All dies Wissen im Einzelnen macht aber immer noch nicht eine insgesamt gelungene Gartenkomposition aus, denn der Inhaber möchte gleichzeitig sonnige und schattige Plätze, Sitzecken und Flächen zum Spielen für die eigenen Kinder oder Besuch. Meist entscheiden sich die Gartenbesitzer aber entweder für das eine oder für das andere. Also wird entweder eine große Fläche zum Spielen angelegt und etwas Blumen und Sträucher darumherum gepflanzt oder es werden große Sitzflächen angelegt, auf denen man zwar wunderbar Grillfeste feiern kann, aber das lauschige Plätzchen, in dem man sich mit einem Buch zurückziehen kann, fehlt. Bei einer idealen Gartenplanung kann man aber all diese Punkte berücksichtigen und erreicht werden. Es muss nur von vornherein an alles gedacht werden und der Garten darf die ersten Jahre nicht total vernachlässigt werden. Der frisch angelegte Garten muss in seinem Zustand erhalten bleiben. Die Natur möchte nämlich am liebsten alles wieder zuwachsen lassen. Gepflasterte Gehwege verschwinden somit im Rasen. Das schattige Plätzchen wird zum Dickicht und der Steingarten wird von Bodendeckern überwuchert. Dies alles kann man verhindern, indem man immer wieder ein wenig zurückschneidet und sich den Ursprungszustand vor Augen hält.
No related posts.
Kein Kommentar
Kommentieren