2010
08.24

Das Tunen von Fahrzeugen blickt inzwischen auf eine Geschichte von über 50 Jahren zurück und rückblickend kann man, wie im Fahrzeugdesign auch, bestimmte Trends feststellen.

Begonnen wurde mit dem Tuning in den 1950er Jahren und zu dieser Zeit war vor allem der VW Käfer ein beliebtes Tuning-Objekt, da dieser weit verbreitet war. Zu Beginn spielten Optik und Innenraum eher keine Rolle, vielmehr ging es darum, dass die Feinabstimmung des Motors und dessen Leistungssteigerung erzielt werden konnten. Zu dieser Zeit gab es den Begriff des Tunings auch noch nicht, stattdessen sprach man von der Veredelung des Fahrzeugs. Der erste Spoiler, den die Firma Karmei 1953 herstellte, sollte dafür sorgen, dass der Anpressdruck des Käfers bei Geschwindigkeiten ab 100 km/h auf die Vorderachse erhöht und somit die Straßenlage verbessert wird. Bis in die 1960er Jahre stand das Motortuning im Vordergrund und optische Veränderungen zollten lediglich der höheren Motorleistung Tribut. Über Spoiler, veränderte Stoßdämpfer und Bremsanlagen gingen die Veränderungen in der Regel nicht hinaus.

Erst in den 1970er Jahren spielte die Optik eine immer größere Rolle und das Showtuning war geboren. In diesem Jahrzehnt wurden zahlreiche Tuning-Firmen gegründet und die Umbauten waren nicht selten sehr spektakulär. Deutsche Automobilhersteller, wie etwa BMW und Audi, versuchten damals neue Kunden zu gewinnen, indem die hauseigenen Tuning-Firmen mit Turboladern lockten, die effektiv die Motorleistung steigerten.

Seit Mitte der 1990er Jahre kann man einen neuen Trend feststellen, der deutlich zu einem sehr viel dezenterem Design geht. Zwar gibt es, vor allem in den USA, noch etliche Customizers, die spektakuläre Umbauten vornehmen, aber die große Masse der Hobby-Tuner in Europa und Deutschland legt inzwischen größeren Wert auf technische Raffinesse und Leistung und weniger auf auffällige Optik.

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